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Definition:

Supervision hat sich als Beratungsmethode, zur Reflexion und Professionalisierung sowie zur Sicherung und Verbesserung des beruflichen Handelns in den unterschiedlichsten Berufsfeldern etabliert.

Ergänzend zu einer Trainingsphase, in der ganz bestimmte Methoden, Fähigkeiten und Techniken trainiert werden, findet Supervision als kontinuierliche Prozessbegleitung in der Praxis, sozusagen - near the job – statt. Einmalige Erfahrungen reichen oft nicht aus, um Verhalten langfristig zu ändern, oder den Transfer in den Alltag zu sichern. Es gilt daher prozessuale Abläufe zu begleiten, damit neue Handlungsansätze nach gegebener Zeit überprüft und nötigenfalls modifiziert werden können.

Methoden:

Supervision zeichnet sich aus durch Mehrperspektivität, um möglichst viel von der Komplexität ihres Gegenstandes zu erfassen. Dabei erfolgt die Auswahl der Perspektive nicht willkürlich, denn jeder Perspektivenwechsel ist begründet durch verbindliche kontrollierbare Regeln. Im Zentrum steht die Person , ihre persönliche Rolle und Aufgabe, ihre Arbeit mit dem jeweiligen Kunden- bzw. Klientensystem, immer unter Berücksichtigung des organisationsspezifischen Kontext.

Supervision arbeitet mit verschiedensten Methoden, was sich daraus erklären lässt, dass sie aus unterschiedlichen Wurzeln entstanden ist. So finden sich u.a. Einflüsse aus Psychologie, Soziologie, Kommunikationswissenschaften sowie aus der Organisationssoziologie und dem Managementbereich.

Die vielfältigen Möglichkeiten der Supervision bilden die Grundlage, sich flexibel auf die unterschiedlichsten Gegebenheiten einzustellen

Supervisionsansatz:

In Anlehnung an Ansätze aus der systemischen Supervision arbeiten wir orientiert an den Ressourcen, Fähigkeiten und Möglichkeiten der Beteiligten und weniger an Defiziten und Konflikten.

Es gilt, ihre persönlichen Stärken zu erkennen und weiter zu entwickeln , so dass als problematisch empfundene Situationen zukünftig mit mehr Mut und Selbstsicherheit angegangen werden und ggf. alte Verhaltensweisen durch neue und ungewohnte ersetzt werden.

Wesentlicher Aspekt dabei ist, dass unter systemisch eine Betrachtungsweise gemeint ist, „… die jedes Ereignis und jeden Teil eines Klientensystems mit anderen vernetzt sieht, so wie ein Teil eines Mobiles mit allen anderen in Verbindung steht.“ (Schmid, B. 1989. < Die wirklichkeitskonstruktive Perspektive – Systemisches Denken und Professionalität morgen>. In: Zeitschrift der Gesellschaft für Organisationsentwicklung 8/1989,2). Das heißt, als Supervisor/in ist man Teil des Systems, welches jeweils aus der Außenperspektive wahrgenommen wird, ohne den Druck, intern handelnd aktiv werden zu müssen.

Dieses Einnehmen der Außenperspektive bietet eine Möglichkeit, den zirkulären Kreislauf eines Systems zu unterbrechen. Im Sinne von: „Und dabei bedarf es oft nur kleiner Schritte zur Seite, statt immer weiter nach vorne. Doch man sieht nicht, dass man nicht sieht, und man sieht nicht, welch große Wirkung schon kleine Veränderungen haben können. Dazu braucht man Abstand.“ (Simon, F.B., Aachen 1993)

Um einen Innovationsprozess zu begleiten, ist neben eines gewissen Abstandes zu den Geschehnissen eine neutrale Haltung zu den angebotenen Themen unbedingt notwendig. Insgesamt gilt es die Ressourcen der einzelnen Mitarbeiter und das jeweilige Bezugssystem zu aktivieren, indem die Supervision in einer Form von konstruktiver Störung auf eingefahrene Arbeitsprozesse einwirkt.

Entscheidend ist nicht die Suche nach dem besten Lösungsweg bzw. Arbeitsansatz, sondern, dass aus einer Vielfalt von Optionen für die Gestaltung der Zukunft, jeder einzelne denjenigen Weg wählt, der zu ihm passt und für den er letztlich auch Verantwortung übernehmen kann.

Ziele der Supervision:
  • Reflexion betrieblichen Handelns und Entscheidens
  • Professioneller Umgang mit Kunden
  • Optimierung der persönlichen Handlungskompetenz
  • Förderung des Selbstmanagement
  • Verbesserung der Arbeitszufriedenheit
  • Stärkung der fachlichen und persönlichen Ressourcen und Kompetenzen
  • Differenzierte Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • Weiterentwicklung von Personal und Organisation
  • Erweiterung des „inneren Managements“ (Glaubwürdigkeit, Beziehungsfähigkeit, Einfühlungsvermögen, emotionale Intelligenz)
  • Unterstützung bei Führungsaufgaben und schwierigen Kommunikationsprozessen
  • Konstruktiver Umgang mit Spannungen und Konflikten
  • Auseinandersetzung mit Qualitätsmanagement und Kundenorientierung
  • Freisetzung von kreativen Kräften
  • Erkennen und akzeptieren der persönlichen Stärken und Schwächen und ein daraus resultierender Umgang mit sich und Anderen
  • Ausdifferenzierung der beruflichen Rolle sowie Weiterentwicklung einer Karriereplanung
  • Unterstützung bei Entwicklung und Umsetzung neuer Konzepte
  • Begleitung bei Strukturveränderungen
Angebote:
Die Angebote der Supervision erstrecken sich auf Profit- und Non- Profit- Bereiche und lassen sich unterteilen in:
  • Einzelsupervision (Führungskräfte und Mitarbeiter)
  • Teamsupervision (Mitarbeiter aus einem Arbeitsbereich)
  • Gruppensupervision (Mitarbeiter aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen)
  • Instituts- und Organisationsentwicklung